Die BarCamp Methode eignet sich gut um sehr partizipativ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Themenfelder zu bearbeiten und setzt dabei gezielt auf den Einsatz von Medien.

Auszug aus Wikipedia: “Ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenenWorkshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (z. B. bei gemeinsamen Programmierworkshops).”

Damit ähnelt die Methode der “Open Space Methode” mit dem Unterschied, dass ein BarCamp bewusst für Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation digitale Medien nutzt.

 

Ein BarCamp eignet sich für alle, die Konferenzen machen, Fortbildungen, Jugendpartizipation.

Sie kann auch als Teil einer Veranstaltung eingefügt werden (ein Tag, ein Nachmittagseinheit, eine 2 Stundeneinheit.)

Es eignet sich gut, um sehr nah an den Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu diskutieren. Bei einem BarCamp gibt es kein festgelegtes Programm und vorbereitete Experten, sondern zu Beginn stellen Teilnehmer Fragen in den Raum oder Angebote, zu denen Sie sich mit anderen austauschen wollen. Die anderen TN ordnen sich den Angeboten nach Interessenlage zu. Die Angebote (Sessions) werden in einem Sessionplan geordnet und mit einer Zeitvorgabe versehen (z:B. 45 Minuten). Ergeben sich aus Sessions Folgesessions, können die Teilnehmer in einer neuen Planung dies wieder einbringen.

Eine ausführliche Arbeitshilfe für Jugend-Bar-Camps ist im IJAB Projekt YouthPart entstanden und kann hier als PDF unter freier Lizenz heruntergeladen werden.

Situationsbild - Jugendliche diskutieren

Bild: Cover Arbeitshilfe

Bild ist Link zur Arbeitshilfe

 

Ein gutes Tool um Barcamps vorzubereiten und durchzuführen ist die Seite www.barcamptools.eu/.

Hier kann man ein Barcamp vorbereiten, die TN können sich anmelden, schon mal Vorschläge machen, der Sessionplan kann erstellt werden und es gibt sogar Etherpads die im Sessionplan verlinkt sind, in die man sofort die Dokumentation schreiben kann.

Die Erfahrung zeigt, dass die Teilnehmer sehr engagiert dabei sind, nach ihren eigenen Interessen agieren können und sich als aktive Gestalter verstehen. Die digitalen Medien helfen sowohl bei der Organisation wie auch bei einer schnellen guten Dokumentation.

Worauf muss ich achten?

Ein BarCamp muss man am besten erlebt haben, um es zu verstehen. Daher bei ersten mal nicht unbedingt mit dem Begriff werben, sondern einfach machen.
Bei einer heterogenen Gruppe (Erwachsene – Jugendliche) muss man erst mal verstehen, dass alle gleichberechtigte Fachleute sind. Da muss die Leitung mit drauf achten.
Ohne Internet geht nichts. Die Etherpads brauchen nicht viel Bandbreite, aber sie brauchen Internet. Ansonsten muss man offline dokumentieren und es nachträglich in eine Dokumentation einfügen.

Quelle
Leitfaden Jugendbarcamp: Projekt Youthpart, ein Projekt von IJAB – Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. – Lizenz: CC-by-sa

 

 

Arbeitshilfen screesnshot: Broadcasten mit Whatsapp - Ein Tool für die Jugendarbeit
Nachdem Facebook von Jugendlichen weitestgehend verlassen wurde, stellt sich die Frage, wie wir denn Jugendliche erreichen wollen. Klare Antwort: über Whatsapp. Aber Gruppen gründen usw. ist auch Datenschutzrechtlich nicht so einfach. In der Regel geht es doch darum erst mal Informationen an die Zielgruppe zu bringen. Hier eignet sich die Broadcast Funktion von Whatsapp sehr gut. Unterschied zu Whatsapp-Gruppen: Den Broadcast muss der Jugendliche wie einen Newsletter abonnieren (also die Telefonnummer in seinen Kontakten speichern) und er sieht nicht, wer noch die Infos bekommt. Beantwortet er die Info, dann bekommt auch nur der Absender die Antwort und niemand anders. Eine kleine Arbeitshilfe mit vielen nützlichen Tipps hat saferinternet.at herausgegeben. Lohnt sich rein zu schauen oder herunterzuladen unter: https://www.saferinternet.at/fileadmin/files/Leitfaeden_Soziale_Netzwerke/WhatsApp_Broadcast_Leitfaden.pdf

 

Wikimedia Commons ist die Bilder und Mediendatenbank von Wikipedia. In ihr sind sehr viele Bilder unter CC-Lizenz veröffentlicht. Wenn ich diese Bilder für eigene Produkte verwenden will, dann kann ich das einfach und legal tun. Allerdings muss ich einen korrekten Lizenznachweis angeben. Das ist bei CC Lizenzen nicht immer einfach. Vor allem, wenn ich selber das Ursprungswerk verändere, bearbeite und doch jetzt selber „Urheber eines neuen Werkes, auf Grundlage eines CC Werkes“ bin.

Für die Bilder aus der Wikimedia Commons gibt es einen sehr hilfreichen Linzenzhinweisgenerator, mit dem man ganz einfach rechtsverbindliche Lizenznachweise für die Wikipediabilder erstellen kann. Eine gute Hilfe. Würde man sich grundsätzlich für alle CC Lizenzen wünschen.

Screenshot der Seite lizenzhinweisgenerator.de

Screenshot der Seite

 

Beim EHReignistag 2016 des SJR Würzburg gab es auch einen Workshop: Software in der Jugendarbeit. Dort haben wir wieder im Austausch Software angetestet, diskutiert, vorgestellt, die man für unterschiedliche Zwecke in der Jugendarbeit nutzen kann. Dabei haben wir gleich unterschieden zwischen Software für das Leitungsmanagement und für die Arbeit in und mit Gruppen. Hier unsere Ergebnisse auf der Padlet Wall. Oder auf Link klicken, gibt es die Pinnwand bildschirmfüllend.

Die Prezi des ersten Treffens findet man auch auf der Wall oder direkt hier.

 

Flyer Frontseite Gautinger InternettageTagungen sind nicht nur was für die, die hinkönnen oder da waren. Mit einer ordentlichen Dokumentation können viele davon profitieren. Das „Studio im Netz“ hat die Gautinger Internettage dankenswerterweise  ausführlich dokumentiert. Daher hier die Veröffentlichung, da das Thema „Beteiligungsformate für die digitale Demokratie“ sicherlich für viele in der Jugendarbeit interessant ist.

+++ SIN-Info 2/2016 +++

Motivierende Beteiligungsformate für die digitale Demokratie:
17. Gautinger Internettreffen zu Potentialen aktiver Teilhabe

Unter dem Titel „spread the word!“ widmete sich das 17. Gautinger Internettreffen am 15./16. März 2016 den Potentialen aktiver Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. Im Laufe der Tagung stellte sich wiederholt die Frage, ob der Aufruf zum Teilen und Partizipieren immer uneingeschränkt positiv ist: Vor dem Hintergrund aktueller Erfolge rechtspopulistischer Bewegungen (im Netz wie auch bei Wahlen) wurden verschiedene Facetten partizipativer Medien diskutiert. Im Mittelpunkt des Internettreffens standen aber die positiven Seiten von Beteiligungsmöglichkeiten in Bildung und Jugendarbeit, die aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet und anhand zahlreicher Praxisbeispiele illustriert wurden.

Das Gautinger Internettreffen ist eine jährlich stattfindende Fachtagung des Instituts für Jugendarbeit Gauting und des SIN – Studio im Netz, München, in Kooperation mit dem Pädagogischen Institut des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München. Die Tagung setzt sich mit wechselnden Themenschwerpunkten auseinander und beschäftigte sich diesmal mit partizipativen Online-Angeboten.

Am 17. Internettreffen nahmen rund 100 Fachkräfte aus der Medienpädagogik, der Jugendarbeit und der Schule teil. Die Plenumsvorträge sind als Online-Videos dokumentiert und im folgenden Text verlinkt. Weitere Materialien sind ebenfalls unter den angegebenen Links zu finden.

Weiterlesen »

Hier das Ergebnis vom Experimental-Workshop vom 05.12.2015 in Würzburg. Die 14 Teilnehmer/innen haben sich Software auf individuelle Nutzungswünsche in der Jugendarbeit angeschaut und ausprobiert. Die Ergebnisse dann bewertet und kollaborativ in eine Prezi eingestellt.

 

Buchtitel - Open Content - Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative Commons Lizenzen

CC-by-4.0 – WikiMediaBlog

CC Lizenzen bieten für die Jugendarbeit eine Menge Möglichkeiten um mit Bildern, Texten, Musik oder auch Filmen zu arbeiten. Damit man mit den Lizenzen richtig umgehen kann gibt es einen guten Praxisleitfaden, der sogar die recht neue (Stand 10.2015) CC-4.0 Lizenzen behandelt. Man kann ihn sowohl als PDF herunterladen, im Wiki einsehen oder sich zuschicken lassen. Mehr dazu auf dem Wikimedia-Blog.

Wer Filme in der Jugendarbeit einsetzen will, der braucht auch ein bisschen rechtliches Wissen. Es braucht nämlich eine Filmvorführlizenz. Die gibt es entweder bei der Ausleihe der Filme über die Landesfilmdienste, kirchlichen Medienstellen (katholisch oder evangelisch) in Städten und Kreisen oder z.B. den Bundesverband „Jugend und Film“. Die haben aber in der Regel nur ein zwar gutes, aber eingeschränktes Angebot an Filmen. Wer aktuelle Kinoblockbuster zeigen will, der muss sich die Vorführlizenzen entweder bei den Urhebern direkt, oder bei der mplc-film.de besorgen. Das ist so eine Art „Gema“ für die Filmrechte (Gema nur Musikrechte!). Die MPLC bietet Institutionen auch Schirmlizenzen an. Hier lohnt es sich mal in seinen Dachverbänden nachzufragen, ob es da Sammelverträge gibt. Dann wird das Ganze nämlich deutlich billiger. Die MPLC behauptet, dass sie ca. 90% der aktuellen Filmrechteinhaber abdeckt. Damit geht schon einiges. Wer da mehr wissen will, kann gerne bei der Medienfachberatung Unterfranken, oder einer Medienpädagogischen Einrichtung in der Nähe nachfragen.

Wer eine Vorführlizenz hat, sollte aber die Gema nicht vergessen! Die ist in einer Vorführlizenz nicht mit drin!

Screenshot der website

Screenshot der website

Die Seite „Fundus-Jugendarbeit“ der kirchlichen Jugendarbeit Würzburg – eine Datenbank für Methoden, Spiele, Impulse und Infos für Gruppenleitungen in der Jugendarbeit – hat gerade einen Relaunch erfahren. Er sieht nicht nur schick aus und ist jetzt auch sehr komfortabel auf dem Smartphone zu bedienen, sondern bietet auch Möglichkeiten für die medienpädagogische Arbeit in Gruppen.

Interessant ist vor allem, dass man selber Inhalte produzieren kann. Die Seite ruft nämlich zur Mitarbeit auf. Es lassen sich , im Gegensatz zur Vorgängerversion, auch Dateien mit hochladen. So können jetzt auch multimedial Methoden, Spiele und mehr erklärt werden. Damit öffnet sich ein kreatives medienpädagogisches Produktionsfeld für Kinder- und Jugendgruppen. Bastelanleitungen, Singspiele, Tänze, Methoden usw. selber in der Gruppe, auf Schulungen, Zeltlagern usw. zu produzieren und so einen kleinen Erklärfilm, eine Fotoreihe, eine Audioerklärung für andere im Netz zur Verfügung zu stellen, ist ein tolles Angebot. Dabei achtet die Redaktion auch auf Nutzungsrechte. Die Beiträge werden alle zeitnah geprüft, bevor sie veröffentlicht werden.

Den Fundus-Jugendarbeit gab es schon seit 1999 und er war einer der ersten Vorläufer von „User Generated Content Seiten“ – also Web 2.0 Plattformen, und hatte bis zum Relaunch hohe Nutzerzahlen. Leider muss aus rechtlichen und technischen Gründen die ziemlich volle Datenbank wieder neu aufgebaut werden. Daher mitmachen“

So, jetzt mal was besonderes: Bei einem Trickfilmbox Workshop hat eine Teilnehmerin einen kleinen Dokufilm über den Workshop gedreht. Ist sehr schön geworden, inklusive dem Ergebnisfilm. Danke an Amarena Magnolia!