Oft wird Jugendlichen vorgeworfen doch nur vor dem PC oder am Smartphone zu kleben, und ihre Zeit zu verzocken. Mit einem einfachen Trick kann man ganz schnell aus klassischen PC Spielen gruppendynamische Herausforderungen und Bewegungsspiele für die Gruppe machen. Dazu nutzt ihr am besten einen MakeyMakey oder eine billigere Variante.

Wie unterschiedlich man den MakeyMakey einsetzen kann, dazu am besten den anderen Artikel „MakeyMakey pädagogisch betrachtet“ lesen.

In diesem Artikel soll es nur ums Spielen mit dem MakeyMakey gehen. Wir verändern die Spielsteuerung und damit lassen sich ganz andere pädagogische Ziele verfolgen: Bewegung, Kooperation, Kommunikation usw.

Ihr braucht:

  • Einen PC – mit Onlinezugang (ist nicht zwingend wenn ihr die Spiele Offline drauf habt)
  • Einen Beamer, der das PC Bild an die Wand wirft.
  • Ein MakeyMakey (kann man sich beim BezJR Ufr. ausleihen siehe hier  oder kauft ihn sich http://makeymakey.com/
  • selbst gebastelte Schalter mit langen Kabeln 5 – 10 Meter.

Verbindungsmöglichkeiten:

Kontakt: die selbstgebauten Schalter dienen nur als Kontaktflächen. Ein Schalter ist die Erde, die anderen werden am MakeyMakey mit den Tastensymbolen verbunden. Erde und Kontakte liegen so weit auseinander, dass es mindestens 2 – 3 Personen braucht den Schaltstrom fließen zu lassen.

Schalter: Die Schalter werden so verdrahtet, dass eine Fläche an die Erde, die andere an ein Tastatursymbol am MakeyMakey angeschlossen wird. So kann man mit einer Hand den Schaltstrom fließen lassen.

Spielemöglichkeiten:

Die Schalter ersetzen die Pfeiltasten und die Leertaste. Sie liegen sehr weit auseinander. 2 Spieler spielen z.B. Tetris und müssen sich koordinieren. Hier eignen sich vor allem Spiele, die komplex und schnell sind. Autorennen, Space Invaders usw.. Einfach mal durch die Weiten der Flashspiele durchtesten.

Die Schalter werden als Kontakte genutzt. Ein Kontakt ist die Erde, über Menschenketten müssen die Schaltströme geschlossen werden. Hier muss man ausprobieren, welche Spiele sich eignen. Dürfen nicht zu schnell sein.

Musik machen: Über Drumcomputer oder Soundeffects die auf der Tastatur liegen kann man mit mehreren Menschen auch Musik machen. Sehr einfach als Demo nutzbar diese kleine Loopbastelei.  (Zu den Dateien kommt man über Klick auf die Gitarre auf dem Startbildschirm.)

 

Hier lohnt es sich mal das Netz abzugrasen nach Spielen und Aktionen und auszuprobieren. Der MakeyMakey kann so klassische Spiele oder einfache Übungen auf der Tastatur um Gruppendynamik, Kooperation oder Kommunikation erweitern.

makeymakey mit selbstgebauten Schaltern

Medienpädagogik will u.a. vermitteln, dass man die Computerwelten selber gestalten und verändern kann. Die kleine Platine Makey Makey kennen viele – sie ermöglicht es eigene Schalter zu bauen und damit Tasten auf der Tastatur zu ersetzen, z.B. die Spacetaste, Pfeiltasten usw.. Wer die Platine nicht kennt schaut mal unter http://www.makeymakey.com oder auch in den Artikel aus dem Making Handbuch im Praxis-Blog.

Beim Praxiscamp 2017 in Mainz wurde bei  einer Session angemerkt, dass der „Schaltereffekt“ schnell verpufft ist. Das ist er meiner Meinung nach, wenn man darauf vertraut, dass kleine Bildungswunder von alleine entstehen. Daher hier kleine pädagogische  Vorüberlegungen, wenn man den MakeyMakey einsetzt:

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Beim EHReignistag 2016 des SJR Würzburg gab es auch einen Workshop: Software in der Jugendarbeit. Dort haben wir wieder im Austausch Software angetestet, diskutiert, vorgestellt, die man für unterschiedliche Zwecke in der Jugendarbeit nutzen kann. Dabei haben wir gleich unterschieden zwischen Software für das Leitungsmanagement und für die Arbeit in und mit Gruppen. Hier unsere Ergebnisse auf der Padlet Wall. Oder auf Link klicken, gibt es die Pinnwand bildschirmfüllend.

Die Prezi des ersten Treffens findet man auch auf der Wall oder direkt hier.

umapFür medienpädagogische Projekte ist es manchmal sehr interessant mit Jugendlichen ihren „Sozialraum“ unter einem bestimmten Gesichtspunkt zu „kartographieren“. Ein Beispiel mal aus alten Zeiten ist wuegle.de, die innerhalb kürzester Zeit bei der 3 Tage Zeit für Helden Aktion des Bayerischen Jugendrings von einer DPSG Gruppe realisiert wurde. Leider ist sie aufwändig handgestrickt und konnte so nicht mehr fortgeführt werden. Das passiert mit UMAP nicht so schnell. UMAP ein sehr tolles Open Source Angebot, welches ohne Programmiersprachkenntnisse enorme Möglichkeiten eröffnet. Die Plattform, die direkt mit Openstreetmaps zusammenarbeitet, ermöglicht es mir eigene Daten über das Kartenmaterial zu legen, und so interessante sozialräumliche Informationen schnell zugänglich zu machen. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist wheelmap.org, eine Seite, die öffentliche Einrichtungen nach ihrer Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer/innen darstellt.

 

So, hier mal wieder medienpädagogische Bildung. Große Skandale und panikartige Löschungen von Profilen bei Facebook. Und wieder die Frage: Geht Datenschutz heutzutage noch? Und warum überhaupt die persönlichen Daten schützen?

Zum 01.02.2015 treten die neuen umstrittenen Datenverwendungsrichtlinien von Facebook in Kraft. Facebook erklärt es mal ausführlich auf dieser Seite.

Kurz worum geht es:

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Google View

Nicht überall kommt das Google Auto hin (zum Glück). Aber dennoch gibt es vielleicht Orte, die es auch jenseits von Datenschutzbedenken wert sind virtuell begehbar zu machen. Öffentlich zugänglich müssen sie natürlich sein. Ein Skaterplatz z.B. (mir fallen da spontan Kamerafahrten mit dem Skateboard ein). Mit wenig Aufwand geht das jetzt auch in Google Streetview. Vielleicht fallen Euch Orte ein die bisher nicht in Google Street View auftauchen, die Euch aber so wichtig sind, dass ihr sie selber dokumentiert. Vielleicht kann man es auch für ein mysthisches Spiel oder Geocache einbauen.

Wie es geht zeigt Euch ein Blogpost auf Google Street View. Spannend ist die Auseinandersetzung mit der Technik, und natürlich um Datenschutz und Fotorechte. Denn was für Google gilt, gilt natürlich auch für Euch: Wenn jemand sein Haus, sich selber oder was auch immer mit seiner Person zusammenhängt nicht im Netz sehen will, dann dürft ihr es auch nicht verwenden. Die Auswahl des Ortes und der Aufnahmewinkel ist also nicht ganz unerheblich.

Vielen Dank für den Tipp von Eike Rösch aus dem Medienpädagogik Praxis Blog.

 

Trickfilme selber machen und das auch noch ohne eine Software installieren zu müssen geht mit TRIXOMAT, einer Online Animationssoftware für Kinder ab ca. 8 Jahren. Die Software befindet sich auf der Internetseite Hanisauland.de, welche von der bpb betrieben wird, muss also nicht installiert werden – braucht aber den Internetzugang.
In Trixomat kann ich die Elemente die ich brauche selber zeichnen, oder als Bild hochladen. Anschließend werden die Elemente positioniert und im „Bauen Modus“ anmiert. Dabei muss ich nur das erste und letzte Bild setzen, die Bewegung dazwischen generiert das Programm selbständig.
Die kleinen animierten Szenen kann ich dann als MP4 Dateien exportieren und in ein anderes Videoprogramm einfügen.
Gerade auch die Hilfetutorials in Form von Filmen erklären die Nutzung einfach und kindgerecht. So können wirklich schon Kinder sehr authentische kleine Animationen erstellen.

Screenshot von der trixomat oberfläche

Die Stiftung Medienpädagogik Bayern baut derzeit ein ReferentInnennetzwerk mit kompetenten ReferentInnen zu allen Fragen der Medienerziehung auf. Diese sollen bayernweit für Institutionen kostenlos
buchbar sein. Sie sollen zu Fachvorträgen in Kindergärten, Schulen, pädagogischen Einrichtungen, bei Elternabenden und MultiplikatorInnen usw. Hilfestellungen in der Medienerziehung geben. Mehr Infos auf http://stiftung-medienpaedagogik-bayern.de/?MAIN_ID=16&NAV_ID=74

Screenshot Stiftungsseite